Kleine Schimmelpilzkunde

Wodurch entstehen Schimmel und Schwammbefall?

Schimmelpilze nisten gern an feuchten, nicht zu kühlen Stellen. Sie wachsen in oder auf Mauerwerk, Putz, Estrich, Holz und anderen Materialien. Besonders gern nisten sie an Kältebrücken, Fensterstürzen und Rolladenkästen, Fliesen- und Dichtungsfugen und in unbeheizten Schlafzimmern.

Falsches Heizen, zu stark dichtende Fenster und mangelnder Raumluftaustausch begünstigen die Schimmelbildung. Dabei entwickeln sich Pilzkulturen oft im Verborgenen, hinter Möbeln, Tapeten, dichten Farbanstrichen oder Fliesenbelägen. Auch Hohlräume, Außenecken und Rolladenkästen sind oftmals befallen.

Wie schädigen Schimmelpilze Gebäude und Hausrat?

Der hochkomplexe Stoffwechsel der Schimmelpilze ermöglicht es ihnen, eine Vielzahl von Nährstoffen zu verwerten. Fast alle organischen Nährstoffe können von ihnen befallen und verstoffwechselt werden. Hierzu zählen unter anderem Holz, Farben, Kunststoffe, Gips, kalkhaltige Steine wie Marmor, aber auch Gemälde, Teppiche und Tapeten.

Schimmelpilze sind extrem materialzerstörend. Besonders gefährlich ist der holzzerstörende Echte Hausschwamm, da er auch trockenes Holz und anderes, cellulosehaltiges Material befällt und auch durch Mauerwerk hindurchwächst.

Wie gefährlich ist Pilzbefall in Wohnräumen?

Pilze vermehren sich über Sporen. Diese verteilen sich über die Raumluft und befallen stetig weitere Ecken und Gegenstände. Studien belegen, dass intensiver und langer Kontakt mit Schimmelpilzen ein nachweisliches Gesundheitsrisiko darstellt. Sie können Allergien auslösen und Krankheiten verursachen und sind insbesondere für Kinder und ältere Menschen in hohem Maß gesundheitsgefährdend.